Projektende: Über vier Jahre "Abgehängt? Eingeholt! Jung, ländlich & vielfältig"

Beitrag vom 18.06.2026

Demokratiebildung in ländlichen Räumen: Das Projekt endet, die Erfahrungen, Netzwerke und Impulse bleiben.

Nach über vier Jahren endet das Projekt „Abgehängt? Eingeholt! – Jung, ländlich & vielfältig“. Seit Januar 2022 haben die beteiligten Bildungshäuser des Verbands der Bildungszentren im ländlichen Raum gemeinsam mit Schulen, Respekt Coaches und zahlreichen weiteren Partner*innen Demokratiebildung in ländlichen Räumen gestärkt.

Im Rahmen des Projekts wurden vielfältige Bildungsangebote entwickelt und umgesetzt. Im Mittelpunkt standen Themen wie Demokratie und Teilhabe, Vielfalt und Diskriminierung, Medienkompetenz, der Umgang mit Verschwörungserzählungen sowie die Prävention von Extremismus. Darüber hinaus entstanden neue Kooperationen, fachliche Netzwerke und praxisnahe Bildungsformate für junge Menschen und Multiplikator*innen. Von Schulworkshops über mehrtägige Bildungsveranstaltungen in den Häusern bis hin zu digitalen Fachformaten wurden Angebote entwickelt, die auf die jeweiligen Bedarfe vor Ort zugeschnitten waren.

In den vier Projektjahren konnten mehrere tausend junge Menschen sowie zahlreiche Multiplikator*innen erreicht werden. Die Nachfrage nach Angeboten zu Themen wie Medienkompetenz, Antisemitismus, Nahostkonflikt, Rechtsextremismus und gesellschaftlicher Polarisierung ist dabei kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig zeigte sich, wie groß der Bedarf an politischer Bildung und Demokratieförderung insbesondere in ländlichen Regionen ist.

Besonders deutlich geworden ist in den vergangenen Jahren, wie wichtig langfristige Beziehungen, Vertrauen und regionale Verankerung für eine wirksame Demokratiebildung sind. Bildungshäuser übernehmen dabei eine besondere Rolle: Sie schaffen verlässliche Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen und erreichen Menschen häufig dort, wo andere Angebote nur schwer Zugang finden.

Die Zusammenarbeit der beteiligten Bildungshäuser hat gezeigt, welchen Mehrwert gemeinsame fachliche Entwicklung, gegenseitige Unterstützung und der Austausch über regionale Erfahrungen bieten. Trotz erheblicher Kürzungen und struktureller Veränderungen im Projektverlauf konnten bestehende Kooperationen gesichert, neue Formate entwickelt und fachliche Schwerpunkte weiter geschärft werden. Viele der entstandenen Kontakte, Materialien und Konzepte werden auch über das Projektende hinaus genutzt und weiterentwickelt.

Wir danken allen Jugendbildungsreferent*innen, Respekt Coaches, Schulen, den Bildungshäusern, Kooperationspartner*innen, Referent*innen und insbesondere den vielen jungen Menschen, die das Projekt mit ihren Perspektiven, Fragen und Ideen bereichert haben.

Auch wenn die Förderung endet, bleiben wichtige Erfahrungen, Netzwerke und Impulse bestehen. Sie werden die Demokratiebildung in ländlichen Räumen weiterhin prägen.

Vielen Dank an alle, die diesen Weg begleitet haben.